Sonneneinstrahlung

Wird die Gesichtshaut der Sonne ausgesetzt, führt dies bei vielen Rosazea-Kranken zur verstärkten Rötung der Haut. Warum das so ist, ist noch nicht völlig geklärt. Vermutlich spielt sowohl die zusätzliche Erwärmung eine Rolle als auch die UV-Strahlung.

Auch die Entstehung der Teleangiektasien (an der Hautoberfläche sichtbaren Äderchen) wird vermutlich durch die Sonneneinstrahlung verursacht. So wurde auf der Jahrestagung der amerikanischen Society of Investigative Dermatology im Jahre 2002 berichtet, dass ultraviolettes Licht zur Produktion eines Blutgefäßewachstumsfaktors führt, was die Ausbildung der Teleangiektasien erklären könnte. Bei hellhäutigen Menschen kann das UV-Licht tiefer in die Hautschichten eindringen und die dort liegenden Äderchen indirekt beschädigen [1]. Dies würde begründen, warum hellhäutige Menschen eher von Rosazea betroffen sind als dunkelhäutige. Sonneneinstrahlung allein reicht als eigentliche Ursache für die Krankheit aber nicht, da Menschen mit heller Haut und hoher Sonneneinwirkung nicht zwangsläufig eine Rosazea ausbilden.

Gegen Sonne kann man sich am besten mit einer entsprechenden Kopfbedeckung schützen, möglichst mit breiter Hutkrempe. Sonnencreme sollte anti-allergen und fettfrei sein. Zu diversen Sonnencremes gibt es Informationen im Diskussionsforum (Suche-Funktion verwenden!).

Ein weiterer Grund, die betroffenen Hautschichten nicht starkem Sonnenlicht auszusetzen, liegt vor, wenn man zur Behandlung von Rosazea typische Medikamente nimmt, wie Isotretinoin oder Metronidazol. In beiden Fällen sprechen die Beipackzettel davon, dass bei Einnahme/Anwendung die Haut besonders lichtempfindlich ist.
 

[1] Rosacea Review 3/2002; vgl. auch E. Neumann, A. Fritz: Capillaropathy and capillaroneogenesis in the pathogenesis of rosacea. International Journal of Dermatology. 1998; Vol. 37, S. 263ff.


Volker Nölle - Stand: 9.3.2004
 


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