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Was ist
Rosazea?
Rosazea (engl. Rosacea) ist eine Entzündung der Gesichtshaut,
besonders des mittleren Gesichtsdrittels. Die Krankheit
ist ansich harmlos und tritt in der Regel bei Erwachsenen
im mittleren Lebensalter auf. Als relativ häufige
Erkrankung macht sie ungefähr 0,5 bis 2 Prozent der
Patienten einer hautäztlichen Praxis oder Fachklinik aus.
Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Die
Betroffenen sind oftmals hellhäutige Personen, besonders
oft scheint es den "keltischen Typ" (rothaarig,
hellhäutig, sommersprossig) zu erwischen, weshalb Rosazea
im anglo-amerikanischen Schrifttum auch als "Fluch der
Kelten" bezeichnet wurde. Die Krankheit beginnt meist im
dritten bis vierten Lebensjahrzehnt und soll ihre volle
Ausprägung zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr erreichen.
Sie verläuft in der Regel
phasenförmig und eher chronisch.
Erste Anzeichen in Form von länger bestehenden und
wiederkehrenden Rötungen können schon vor dem 20.
Lebensjahr auftreten. Es kann zu Mischformen mit Perioraler Dermatitis und Akne kommen. Bei manchen
Patienten (fast ausschließlich Männer) kommt es in Folge
starker Talgdrüsen-Wucherungen zu einer sog. Knollennase.
Bei ungefähr der Hälfte der Rosazea-Patienten werden auch
die
Augen in Mitleidenschaft gezogen, bei 20 Prozent gehen
die
Augenprobleme der hautspezifischen Rosazea voraus. Dies ist nicht vom
Schweregrad der Rosazea abhängig und zeigt sich vor allem
in Bindehaut- und Lidrandentzündungen, Trockenheit der
Augen und im ungünstigsten Fall Hornhautentzündung.
Rosazea ist keine moderne Zivilisationskrankheit,
sondern bereits seit vielen Jahrhunderten
bekannt.
Bilder
zur Diagnose Rosazea
Die Symptome
der Rosazea
Die Symptome der Rosazea können sehr
unterschiedlich sein. Von leichten Rötungen im
Wangenbereich bis hin zum Bild einer "schweren Akne" im
ganzen Gesicht hat die Rosazea viele Gesichter. Auch der
Verlauf kann sehr unterschiedlich sein. Die Krankheit kann
in einem Stadium stehenbleiben oder einzelne Symptome
besonders ausprägen. Die folgenden Informationen
beschreiben den Regelfall. Insbesondere das mittlere
Gesichtsdrittel ist von den Hautveränderungen betroffen.
(Nase, Wangen, Kinn, Stirn) Die Symptome zeigen sich in
Abhängigkeit vom Schweregrad der Erkrankung in anhaltenden
Rötungen und der Bildung von Äderchen. (Grad 1) Später
kommen entzündliche
Papeln (Hautknötchen) und
Pusteln
hinzu, die einzeln oder gruppiert stehen können. (Grad 2)
Im weiteren Verlauf kann es zu entzündlichen Knoten und
flächigen Infiltraten (Einlagerungen) kommen. (Grad 3) Im
Gegensatz zur Akne treten keine "Mitesser" auf. Sehr
charakteristisch ist die starke Rötung der Haut, die in
ihrer Intensität abhängig von den äußeren Umständen
schwankt (siehe begünstigende Faktoren). Abgesehen vom
kosmetischen Aspekt fühlen sich die Patienten meistens
gesund. In den am stärksten geröteteten Bereichen kann es
zu einem leichten Brennen kommen. Bei einer Mischform mit
perioraler Dermatitis ist der Bereich um den Mund herum
mitbetroffen. Bei einer Mischform mit Akne können auch
Mitesser auftreten. Die Krankheit wird dann oft nicht
erkannt. Ein besonderes Symptom stellt je nach Schweregrad
der Erkrankung die
psychische Belastung dar. Die Krankheit
hat meist ein auffälliges Aussehen, was sich bei vielen
Patienten nachteilig auf das
Selbstwertgefühl auswirkt.

Nase, Wangen, Kinn und Stirn sind
von Hautveränderungen betroffen
Ursachen der
Rosazea
Es sind noch keine Ursachen
wissenschaftlich bewiesen, es werden jedoch einige
diskutiert. Nahezu sicher ist, dass bei Rosazea-Patienten
eine gestörte Regulation der Blutgefäßversorgung zwischen
Gehirn und Gesichtshaut vorliegt. Außerdem wurden folgende
Einzelbeobachtungen genacht:
Magensaftstörung
Lebererkrankungen
Besiedelung
des Magen-Darm-Trakts mit dem Bakterium
Helicobacter
Pylori / Darmprobleme
Häufige
lange und starke
Sonneneinstrahlung
Die
Hautmilbe Demodex Folliculorum
Oft ist auch von psychischen Ursachen
die Rede. Stress und Konfliktsituationen können
möglicherweise zum Ausbruch der Krankheit beitragen und
die Schwere des Verlaufs mitbestimmen. Etliche Krankheiten
sind psychosomatisch beeinflusst oder gar bedingt.
Sprichwörter wie "Die Haut ist der Spiegel der Seele"
haben scheinbar einen gewissen Wahrheitsgehalt.
Auslöser
Es gibt Auslöser, die ein Aufflammen
der Rötungen bewirken. Jeder Patient hat individuelle
Auslöser die er erkennen und nach Möglichkeit vermeiden
sollte. Im Allgemeinen handelt es sich um Faktoren, die
die Haut reizen oder die Blutgefäße erweitern, zum
Beispiel:
Hitze
Sonneneinstrahlung
Starke
Anstrengung
Kälte/kalter Wind
Temeperaturwechsel
Heisse
Getränke
Scharfe
Gewürze
Alkohol
Stress/Aufregung
Wer seine persönlichen Auslöser kennt,
sollte sie dann meiden, wenn es die Lebensqualität an
anderer Stelle nicht einschränkt. Man kann die Symptome
mit einer konsequenten und angepassten
Therapie in den
Griff bekommen.
Stefanie Müller - Stand: 22.2.2004
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