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Metronidazol
Metronidazol gilt als klassisches
Mittel zur äußeren Anwendung bei Rosazea (Quelle: Neue
Therapieoptionen bei Rosazea, in: Der Deutsche Dermatologe
10/2001, S. 700–701). Metronidazol wirkt gegen die
Bakterien und damit gegen die Entzündungen. Durch
Verarbeitung des Wirkstoffes in den Mikroben selbst
entsteht ein antimikrobielles Gift, das zur Zerstörung
dieser Mikroben führt. Es wirkt sowohl gegen Bakterien als
auch gegen Pilze. Zugleich reduziert es bei vielen die
Rötung der Haut, auch wenn dieser Mechanismus noch nicht
ganz verstanden wird (wie so oft bei Rosazea).
Metronidazol stand eine Zeitlang im Verdacht, bei
langfristiger innerlicher (oraler) Einnahme Krebs
auszulösen oder das Erbgut zu schädigen. Dies konnte
bisher jedoch nicht bestätigt werden. Dieser Verdacht
besteht bisher nicht bei Metronidazol, wenn es in
Salbenform, also äußerlich verabreicht wird. Das Präparat
wird entweder in der Apotheke gemischt mit anderen
Zusatzstoffen oder als fertige Salbe oder Gel
verschrieben. Obwohl Metronidazolsalbe bei vielen die
Rosazea verbessert, verschlimmert die Salbe sie bei
anderen. Metronidazol kann z.B. auch in Kombination mit
Erythromycin verschrieben werden.
Volker Nölle - Stand: 26.11.2003 |