Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Allgemeine Fragen zu Rosazea und Symptomen, Abgrenzung zu anderen Hautkrankheiten, Erfahrungen mit Ärzten, sowie alles was nicht zu den anderen Themen gehört.

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Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Beitragvon Evo5 » Sonntag 10. Dezember 2017, 09:01

Hallo an alle Leidensgenossen!

Gerade weil dieses Forum das einzig Wahre ist, wenn man wirklich Hilfe braucht (ja, man könnte bzw. müsste meinen, dass diesen Part die Ärzte übernehmen sollten........), hätte ich eine Frage an all diejenigen, die sich wirklich schon akribisch mit den diversen Ursachen auseinandergesetzt haben, denn ich werde aus "meiner" Rosacea (oder was auch immer es sein soll) einfach nicht so wirklich schlau! :-(

Kurz zur Vorgeschichte:
Ich bin jetzt 38, ein heller Hauttyp und habe blonde Haare (also quasi der "Rosacea-Jackpot"). Hatte schon als Kind rote Wangen und spätestens ab der Jugend, nahezu dauerhaft eine gerötete Nase + Wangen unter den Augen... wohl am ehesten Couperose! Damit habe ich mich mehr oder weniger abgefunden (manchmal tritt sie stärker auf, dann gab es wieder "blassere" Perioden... warum auch immer), aber vor etwas mehr als einem halben Jahr, kamen wie aus dem Nichts plötzlich die Stirn, die seitlichen Wangen und das Kinn hinzu... sprich das komplette Gesicht... und zwar absolut flächig! Natürlich gesellten sich auch einige Pusteln im Gesicht dazu, aber die waren nicht allzu schlimm... was aber schlimm war, waren die unzähligen Pusteln (oder was auch immer es "offiziell" ist) im Bereich der Haare... am stärksten auf dem Hinterkopf im Bereich des Haaransatzes, aber auch vor allem seitlich. Diese Pusteln kamen gleichzeitig mit der gesamten Gesichtsröte!
Anfangs dachte ich noch an eine Lebensmittelunverträglichkeit oder eine kurzzeitige allergische Reaktion, aber die Symptome "kamen um zu bleiben"! :-(

So weit, so gut bzw. schlecht... aber jetzt zu meiner eigentlichen Frage:
In diesen vielen Monaten, war die Gesamtröte inkl. Pusteln nur ein einziges Mal "plötzlich" verschwunden... und zwar nach einem einwöchigen Urlaub in den Bergen Ende August! In diesen Tagen bestieg ich den einen oder anderen Berg (alle ca. um die 3000m) und verwendete natürlich reichlich 50iger Sonnenschutzfaktor im Gesicht. Daran, dass die komplette Kopfhaut im Bereich der Kopfbehaarung bzw. "unter den Haaren" an den Abenden einen Sonnenbrand aufwies, konnte man erahnen, wie stark die Höhensonne zu Werke ging! Ich wollte in dieser Woche generell ein wenig "herumexperimentieren", indem ich das Shampoo wechselte, mein Proteinpulver wegließ usw.! Während der Woche, merkte ich noch keinerlei Verbesserung, aber als ich zu Hause ankam, war die Röte nahezu verschwunden (eine diesbezügliche Einbildung, kann ich absolut ausschließen, denn ich rede nicht von einer leichten Verbesserung, sondern ich war geradezu blass) und mein erster Verdacht fiel auf das Shampoo...
Fakt ist, dass die Röte (natürlich inkl. der Pusteln) nach spätestens zwei Wochen nach und nach zurückkam und obwohl ich seitdem das Shampoo natürlich beibehalten habe und auch unzählige andere mögliche Faktoren (nicht nur aus dieser Woche) versucht habe "nachzustellen", blieb sie bis heute durchgehend (einzig und allein die Pusteln haben sich gebessert, da ich vom Hautarzt Doxycyclin-Tabletten verordnet bekam)!

Ich bin wirklich unglaublich verzweifelt und ratlos bzw. kann mir einfach keinen Reim daraus machen, da dieses "Phänomen" gleichzeitig meine einzige Hoffnung ist... :-(

Kann sich jemand von Euch vielleicht vorstellen, was in dieser Woche passiert sein könnte? Denn es ist offensichtlich so, dass ich die Ursache durch den Urlaub -zumindest kurzzeitig- unterdrücken konnte!
Ich habe einen leisen Verdacht in Richtung Demodex-Milbe, aber möchte keinen anderen Theorien, Vermutungen und Meinungen vorgreifen...

Mir ist klar, dass Ihr genug mit Euren eigenen Problemen zu kämpfen habt, aber ich wäre Euch wirklich so so herzlich dankbar, wenn Ihr mir nur kurz Eure etwaigen Gedanken dazu mitteilen würdet!


Ganz liebe Grüße
Evo
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Re: Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Beitragvon Käfer » Sonntag 15. April 2018, 21:13

Hallo Evo,
vielleicht besserten sich die Pusteln wegen des neuen Shampoos.
Meine Kopfhaut war auch plötzlich übersät mit juckenden Pusteln, auch teilweiser am Haaransatz.
Seitdem ich alle zwei Tage Teebaumöl Shampoo verwende, hat sich meine Kopfhaut um 90% gebessert.

LG Käfer
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Re: Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Beitragvon rotsch » Mittwoch 25. April 2018, 19:14

Hallo

Bin gerade auch "Neukunde" (also bin hier bis jetzt nur lesend unterwegs... Vorstellung ev. gelegentlich oder gleich jetzt :-). Also es fing im letzten Herbst "so richtig an". Röte/Pusteln (und das nicht zu knapp). Davor musste ich schon ein Hagelkorn im Auge entfernen lassen - war wohl ein Vorbote. Also habe auch noch Augenbeteiligung. Morgen ist nun schon das zweite Hagelkorn dran.

War dann im letzten Dezember in den bike Ferien in Gran Canaria. War danach auch viel besser. Habe den Hautarzt darauf angesprochen, ob dies mit der Sonne(!) oder auch anderem Essverhalten zusammen hängt. Er meinte, dass sei nicht bewiesen, es kann genau so gut der wegfallende Stress sein. Fühlte mich zwar vorher nicht unbedingt gestresst aber schreibe nun dies, ev. kannst du während deinen Ferien Stress aus Auslöser ebenfalls ausschliessen. Anfangs März war ich wieder am selben Ort biken. Diesmal hat sich die Haut aber nicht gebessert.

Betr. meiner Vorstellung hier im Forum mache ich gleich weiter: Hatte dann ab Mitte März eine mehr wöchige Antibiotika Kur. Momentan bin ich ziemlich zufrieden. Benutze jetzt noch täglich Soolantra. Klar, die Pusteln können wieder kommen oder kommen sicher auch wieder :-) Aber bin schon überzeugt, mit dem Essverhalten dem Ganzen etwas entgegen wirken zu können. Milchprodukte nehme ich nicht mehr. Hatte auch noch eine Erfahrung, wo es am Tag nach einem Fondue gleich wieder eine richtig grosse "Pustel" gab.

Zudem esse ich als Ausdauersportler viele Kohlenhydrate. Habe jetzt auf Zuckerriegel, weissen Reis verzichtet. Haferflocken, Linsen, Dinkel Spaghetti scheinen nicht zu "triggern".

Betr. deiner Schilderung: Wichtig scheint mir, nicht zu viele Parameter gleichzeitig zu ändern, z.B. Gleichzeitig Shampoo und Essen im Sinne der Eingrenzung.

Ich hatte zudem "das Glück", dass ich während meiner Jugend bereits eine stärkere Akne hatte. Also eine gewisse Erfahrung. Dann aber jetzt 25 Jahre Ruhe und eine sehr unauffällige Haut. Jetzt einmal schauen, wie das weitergeht. Wie geschrieben, morgen jetzt erst einmal das Hagelkorn entfernen lassen. Zudem Lidwärme/Pflege mache ich nun täglich, nachdem ich dies vorher zwar oft aber nicht regelmässig gemacht habe, in der Hoffnung, ein weiteres Hagelkorn verhindern zu können. Habe den Augenarzt schon gefragt, ob das dauernde Entfernen medizinisch ein Problem sei. Er meinte nein... Das hat mich erst einmal beruhigt. :-)

Bin aber nicht bereit, meinen Alltag gross zu ändern. Klar, Sport ist wohl schon auch ein Trigger bei mir. Insofern, dass die intensiveren Einheiten ev. eher das Immunsystem geschwächt haben. Bin gerade auch dabei herauszufinden, welche Intensität geht. Die Natur kann man ja auch geniessen, in dem man etwas langsamer macht. :-)

Jetzt doch etwas mehr geschrieben, aber du hast ja auch betr. Gedanken gefragt von uns. Dir jedenfalls viel Glück und Kopf hoch!
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Re: Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Beitragvon rotsch » Mittwoch 25. April 2018, 19:25

Naja, wollte meinen Beitrag wieder löschen/editieren. Da ich gesehen habe, dass du im Januar das letzte Mal online warst. Editieren geht nicht mehr - auch nicht schlimm. Ev. schreibst du 'mal ein update, wie sich das Ganze weiterentwickelt hat, wenn du hier wieder aktiv bist.

Ansonsten jetzt noch ein Gruss in die Runde!
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Re: Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Beitragvon Ingrid » Montag 30. April 2018, 15:00

Später Gruß zurück, ich hoffte auf Antworten.

Wie es euch jetzt geht, interessiert mich sehr. Leider kommen selten Rückmeldungen. Nun hoffe ich, es klappt. :)

Gruß in die Runde

Ingrid
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Re: Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Beitragvon rotsch » Dienstag 1. Mai 2018, 18:36

Dazu kann (zumindest) ich noch nicht viel schreiben: Muss erst die "Langfrist Entwicklung" abwarten.

Das Hagelkorn wurde jedenfalls letzten Donnerstag rausgeschnitten. Hoffe, da ist nun etwas Ruhe.

Ansonsten gehe ich das ziemlich "pragmatisch" an: Esse jeden Tag praktisch das Selbe. Da Obst und Gemüse wohl kein Problem sind, davon ziemlich viel und unterschiedlich. Dann habe ich so Phasen gemacht (vor der Antibiotika Therapie), eine Weile keinen Kaffee, dann später keine dunkle Schokolade, keinen Ingwer etc. um zu schauen, ob es Verbesserungen gibt. Immerhin kann ich wohl bei Kaffee bleiben. :-) Momentan esse ich fast wie ein Veganer aber mit Fleisch und Fisch. Gesunde Fette, Verhältnis Omega3/6 etc.

Noch während meiner Antibiotika Phase hatte ich gleichwohl an einem Tag wieder starke Pickel über Nacht. Bin dann noch einmal die Lebensmittel Liste von dem NDR Beitrag durchgegangen. Tatsächlich hatte ich am Tag zuvor Laugenbretzel mit Meerrechtich. Auch diesen hatte ich aber schon Tage davor täglich gegessen, ev. war es eine "Kreuzreaktion" mit etwas Anderem... Oder ganz einfach Stress!? Keine Ahnung, seitdem war jedenfalls wieder Ruhe.
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Re: Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Beitragvon Evo5 » Mittwoch 9. Mai 2018, 20:34

Hallo Rotsch,

na da kann ich ja froh sein, dass das mit dem löschen bzw. editieren nicht geklappt hat! :wink:

Ich habe in der Zwischenzeit natürlich nicht aufgegeben, aber am Zustand hat sich leider nichts geändert...
Es ist und bleibt das Problem, dass man bei den meisten Ärzten nur ein Durchlaufposten ist... die einen wollen gleich lasern, die anderen verschrieben mir Ciscutan (Isotretinoin), mit der Aussage, dass dies das einzig wahre Mittel gegen Akne ist [gut und schön, dass die Pickel damit vielleicht -aufgrund der Verminderung der Talgproduktion- mehr oder weniger verschwunden wären, aber dass die Gesichtsröte damit noch stärker wird (wird sogar bei den Nebenwirkungen erwähnt) und ich in erster Linie deswegen beim Arzt war, hat er offensichtlich ignoriert --> Fazit: nach nur wenigen Tagen wieder abgesetzt]!

Ich denke nach wie vor an diese "eine Urlaubswoche" zurück und werde die zwei Wochen danach nie vergessen... da ich nicht an Zauberei glaube :wink: , muss es dafür einfach einen erklärbaren Grund geben!
Da mich die Ärzte offensichtlich im Stich lassen, habe ich auch einen weiteren "Selbstversuch" gestartet und bin Ende Februar für zwei Wochen nach Ägypten geflogen, um die starke Sonneneinstrahlung "nachzustellen"... natürlich schön brav mit Faktor 50+ eingecremt (nur Gesicht, Kopfhaut nicht), aber keinerlei Effekt... :( Ok, die UV-Strahlung war zwar wahrscheinlich nicht so stark wie Ende August auf über 2500 Metern (deshalb auch kein wirklicher Sonnenbrand auf der Kopfhaut), aber dass sich so absolut gar nichts tut, hat mich dann doch demoralisiert!

Ich glaubs ja selbst manchmal kaum, aber mein komplettes Gesicht ist knallrot (nicht nur Bereiche wie Wangen, Nase & Co., sondern wirklich flächendeckend von oben bis unten)! Dazu kommt eben die unglaublich starke Talgproduktion, die vor allem meine Stirn mehr als nur glänzen lässt (das ist ein richtiger Fettfilm und wehe es kommt noch Schweiß dazu)! Unmittelbar nach dem duschen bzw. Kopf-waschen ist die Stirn "staubtrocken", aber nur kurze Zeit später geben die Talgdrüsen offensichtlich wieder Vollgas... ich denke, dass auch dieser Fettfilm die Haut zusätzlich reizt (inkl. Schweiß), denn ich helfe mir öfters damit, dass ich auf der Toilette schnell mal meine Stirn unters Wasser halte und den Talg abwasche... danach hab ich für kurze Zeit ein viel angenehmeres Gefühl und auch die Röte ist dezenter!
Komisch ist halt weiterhin, dass ich die meisten Pusteln auf der Kopfhaut bekomme, aber im Gesicht eher seltener... aber natürlich schon vereinzelt!

Der Leidensdruck ist schon enorm... das kann ich nicht abstreiten und ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich so auf Dauer ganz sicher nicht weitermachen werde/würde... das macht einfach keinen (Lebens-)Sinn!
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Re: Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Beitragvon balou » Mittwoch 9. Mai 2018, 22:13

Hallo Evo5, evtl ist das für dich interessant :
Ich hoffe es ist ok wenn ich das verlinke.
Schwer zu beschreiben,das Thema ist recht komplex aber interessant zu lesen und manches ist dann besser nachzuvollziehen.

https://www.beautyjunkies.de/forum/thre ... ungal+akne

Ich denke deine Kopfhaut und dein Gesicht ist so gereizt dass es eintrittspforten für Bakterien u Pilze darstellt.
Hoffe dir hilft das etwas weiter und nicht gleich aufgeben. Es dauert bis sich bei Hautsachen Fortschritte zeigen.
LG balou
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Re: Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Beitragvon Evo5 » Donnerstag 10. Mai 2018, 09:37

Dank Dir, Balou!

Dann werde ich das mal durchforsten... :wink:
Ich kann mir gut vorstellen, dass meine Haut sehr gereizt ist, denn dieser ständige Talgfilm (ok, er soll ja die Haut eigentlich vor dem austrocknen bewahren) und vor allem auch der Schweiß (zum einen schwitze ich generell sehr viel/leicht und zum anderen hervorgerufen durch regelmäßigen, sehr intensiven Sport) reizen meine Gesichtshaut wohl in einer Tour! :flop:

Generell ist es bei mir aber leider so, dass meine Haut mit jeglicher Creme (egal ob sehr fettig oder Gel) sehr stark mit noch mehr Röte reagiert!
Zur Zeit wasche ich meinen Kopf täglich mit einem "0815-Shampoo von Dove"... allerdings eines mit "milder Formel".

Aber meine Recherchen gingen auch schon mal -wie in Deinem verlinkten Thread- Richtung Pilz und vor allem Milben (Haarbalgmilbe), da ich mir den Effekt in den Bergen damals so erklären konnte/wollte, dass die starke UV-Strahlung diese Milben -zumindest kurzzeitig- "weggebrannt" hat... wäre für mich irgendwie nachvollziehbar gewesen, aber anscheinend ausschließlich für mich! 8)

Im Zuge dessen, würde ich gerne mal in die Runde fragen, ob jemand einen wirklich "motivierten" Hautarzt bzgl. Rosazea&Co. in Österreich kennt... idealerweise in Wien bzw. im Osten, aber ich würde auch weite Strecken in Kauf nehmen, wenn dieser Arzt nur mal -etwas länger- zuhören würde... :angry:
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Re: Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Beitragvon Ingrid » Sonntag 13. Mai 2018, 11:11

Schön, dass Ihr euch meldet!

@Evo5: Lass Cremes / Gel weg, bei Sonnenschutz solltest du auch besser auf nicht fettende setzen. Unbedingt einen Hut aufsetzen! Sonnenbrand auf der Kopfhaut (überhaupt Sonnenbrand) kann Hautkrebs in späteren Jahren verursachen! Besonders Männer mit "lichterem" Haar sind stark gefährdet.

Die fettige Stirn würde ich einfach zwischendurch mit einem trockenen Tuch sanft abtupfen. Ein feuchter Lappen hilft gegen Hitzegefühl. Kann man in einem Plastikbeutel mitnehmen und natürlich täglich frisch nehmen.

Die Kopfhaut beim Duschen nur abspülen, Haare werden auch so sauber. Wenn du Sport machst, duschst du ohnehin oft. Die Pickelchen sollten nach einiger Zeit weg sein.

Deine Haut ist gestresst, gönne ihr eine Pause. :)

Als Tipp für einen (Haut) Arzt: Mache dir Notizen und arbeite die gnadenlos beim Arzt ab. Geh einfach nicht vorher- für Ärzte ist alles klar, dir nicht und du hast das Recht, alles erklärt zu bekommen! Ich kenne das Problem selbst gut. Das Wartezimmer ist voll, Arzt huscht ins Sprechzimmer, wo ich schon eine Weile warte und will nach zwei Sätzen von mir fast wieder weg. Das ist nicht nur bei Hautärzten so. Wenn noch etwas zu sagen ist: raus damit! Fehlende Motivation unterstelle ich dabei keinem, Zeitdruck ist der Grund.

@balou: der Link hat zwar Kaufmöglichkeiten, sie stehen aber nicht im Vordergrund (Forum). Daher o.K. .

rotsch hat geschrieben:Momentan esse ich fast wie ein Veganer aber mit Fleisch und Fisch. Gesunde Fette, Verhältnis Omega3/6 etc.

Vegan, also keine Milchprodukte? Eine ausreichende Versorgung mit Calcium ist wichtig. Achte darauf, schau in Lebensmittellisten, wie viel wo enthalten ist.

Gruß

Ingrid
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Re: Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Beitragvon Evo5 » Sonntag 13. Mai 2018, 20:03

Hallo Ingrid,

danke für Deinen Beitrag!
Dass meine Haut gestresst ist, glaube ich sofort... :wink:

Aber ich werd einfach nicht schlau daraus, denn jetzt ist gerade wieder so ein "perfektes Beispiel" bzw. Phase:
Ich bin seit vielen, vielen Tagen absolut pickel-frei im Gesicht (Babyhaut ist nicht mal übertrieben), während meine Kopfhaut unzählige Pickel aufweist (vor allem an Haaransatz, aber auch "mittendrin")!
Klar, knallrot ist das komplette Gesicht trotzdem, aber das mit den Kopfhaut-Pickeln in Verbindung mit keinen im Gesicht, ist doch jetzt nicht wirklich das typische Rosazea-Leiden...

Die Röte kam vor ca. einem Jahr wie aus dem Nichts und genau gleichzeitig auch die Pickel auf der Kopfhaut... nur einmal waren sie eben weg und das in der besagten Urlaubswoche! Und gleichzeitig verschwand die Röte...
Da kann mir doch niemand dabei widersprechen, dass die Röte mehr oder weniger im Zusammenhang mit den Kopfhaut-Pickeln stehen muss!
Die Röte bekomm ich einfach nicht weg, aber ich weiß, dass sie gemeinsam mit den Pickeln verschwand... also müsste ich doch "nur" die Ursache für den Befall der Kopfhaut finden... kann das für einen Hautarzt denn wirklich so schwer sein???

Ich dreh echt noch durch! :mrgreen:
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Re: Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Beitragvon rotsch » Montag 14. Mai 2018, 21:16

Vorab, das Hagelkorn ist zwar raus. Das Lid hat sich aber nun nachträglich noch entzündet. Beim ersten Mal war das Entfernen absolut komplikationslos. Naja, Probleme mit der Haut würden mir ja schon genügen. :-) Auch wenn die momentan immer noch gut aussieht. Ab und zu eine leichte Rötung und vorübergehend ein, zwei kleine Pickel. Absolut "erträglich" momentan.

Betr. Hautarzt: Das der nur wenig Zeit hat, kenne ich auch. Immerhin kriege ich jeweils relativ rasch einen Termin. Mache auch immer eine Fragen Liste. Gefühlt salutiert er mich gleich wieder nach draussen noch bevor wir absitzen. Aber passt schon. Ich muss halt speditiv fragen. :-)

Ingrid hat geschrieben:Vegan, also keine Milchprodukte? Eine ausreichende Versorgung mit Calcium ist wichtig. Achte darauf, schau in Lebensmittellisten, wie viel wo enthalten ist.


Genau, keine Milchprodukte. Hatte die letzten Jahre immer wieder on/off Versuche unternommen. Im letzten Jahr viel es mir dann auf. Sommer, Fetakäse etc. Pickel, dann Pause. Herbst, Magerquarkt/Käse, Pickel. Pause, dann oben genanntes Fondue, riesen Pickel von innen aus. Ob es an den Wachstumshormonen in der Milch liegt, weiss ich nicht. Scheint mir jedenfalls plausibel. Zudem essen die Japaner auch wenig Milchprdukte und werden trotzdem alt. Eine Milchkultur haben wir auch erst seit ca. 10'000 Jahren und überhaupt... :-)

Kalzium stimmt. Wobei, es gibt ja auch die Theorie, dass Milch den Körper übersäuert, dieser dann Kalzium aus den Knochen löst um dies auszugleichen. Und Milch dann paradoxerweise eher zu einem Mangel führen kann. Diese Theorie war aber bei mir nicht der Grund für den Verzicht und weiss auch nicht, ob etwas dran ist.

Esse Tahin Löffelweise, das schmeckt mir einfach (Kalzium Bombe). Zudem, wenn ich eine Kalzium Liste mit Lebensmittel anschaue, stehen da doch auch viele auf meinem täglichen Speiseplan.

Die richtige fiese Rötung Kinn/Nase/Backen, hatte ich aber auch ohne Milchprodukte im Herbst/Winter.

Bei allen Lebensmittelversuchen, die ich unternommen habe, kann ich bei Milchprodukten fast mit Sicherheit sagen, dass die bei mir negative Auswirkungen haben betr. der Pickel.

Baue nun wieder neue/alte Lebensmittel ein um eine Reaktion zu beobachten (Eier etc.). Jedoch täglich nur ein neues. Momentan habe ich nicht das Gefühl, mich einschränken zu müssen. Im Gegenteil habe viele neue Gewürze etc. kennen gelernt.

Wg. fehlenden Milchprodukten habe ich aber "supplements" genommen. Diverse Milchsäurebakterien Stämme. Versuche es mit dem Ansatz, gesunde Darmflora, gesündere Haut. Anstatt mit zu vielen Gesichtspflege Produkten die Haut von "aussen zu verbessern".

Zudem ein trigger scheint bei mir tatsächlich der Stress zu sein. Nicht unbedingt beruflich sondern der Stress vom Sport. Durch das Hagelkorn Problem momentan Sportpause. Und jedenfalls keine schlechtere Haut. ;-)

@Evo5

Dran bleiben!

BTW: Du schreibst oben auch, du machst intensiven Sport. Ist das bei dir auch eher nachteilig, Immunsystem zu sehr gestresst? Kannst ja einmal einen Selbstversuch wagen, drei/vier Wochen (oder länger) moderat spörteln und die Reaktion beobachten. Ich weiss, es schreibt sich leicht. Ich habe auch nicht vor auf den Sport zu verzichten, will aber herausfinden, wie genau er triggert, wenn ich wieder starten kann.
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Re: Ein "Ausrutscher" oder aber ein Ansatz?

Beitragvon rotsch » Montag 14. Mai 2018, 21:25

Vielleicht noch dies, bin da neulich eher per Zufall drauf gestossen. Hoffe, es ist nicht schon im Forum und somit doppelt. Der Inhalt ist sicher so oder so vielen bekannt. Fand es aber noch eine gute Zusammenstellung:

https://www.rosacea.org/patients/materials/triggers.php
https://www.rosacea.org/patients/materi ... sgraph.php
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