Thorakoskopische Sympathektomie gegen Gesichtsrötungen

Medikamentöse, ärztliche Behandlung (äußerlich und innerlich), auch Laserbehandlungen und Ähnliches.

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Thorakoskopische Sympathektomie gegen Gesichtsrötungen

Beitragvon notnormal » Sonntag 11. Februar 2018, 20:37

Hallo,

habe hiervon letztens gelesen! Wird bei übermäßigem schwitzen und bei Gesichtsröte angewandt, gilt aber als letztes Mittel da dabei Nebenwirkungen nicht auszuschließen sind bzw. vorprogrammiert sind.

Bei deximed.de gibt es dazu einen Artikel über Thorakoskopische Sympathektomie

Was meint ihr? Ist extrem aber wenns hilft würd ichs machen!

Gruß
notnormal
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Re: Thorakoskopische Sympathektomie gegen Gesichtsrötungen

Beitragvon Ella92 » Montag 12. Februar 2018, 15:02

Hallo Notnormal,

Ich litt schon seit meiner Kindheit an der Gesichtsröte, das wurde so schlimm, dass sich bei mir eine Erythrophobie (Angst vor dem Rotwerden) entwickelt hat. Ich habe mich dann mit 21 dazu entschieden, eine ETS Operation durchzuführen. Die OP war ein Erfolg, ich wurde nicht mehr rot, schwitzte fast gar nicht mehr am Kopf und Händen und hatte auch sonst keine Rötungen im Gesicht, außer bei extremer Kälte bekam ich manchmal rote Backen, aber das störte mich gar nicht mehr. Was jedoch zu einem Problem wurde, war das kompensatorische Schwitzen, d.h. dadurch dass das Blut nicht mehr ins Gesicht gelangt und man an bestimmten Stellen nicht mehr schwitzt, reagiert der Körper darauf und beginnt vor allem am Körperstamm stark zu schwitzen, auch wenn es nicht sehr warm ist. Das war natürlich sehr unangenehm, aber ich lernte damit umzugehen, immer noch besser als das ständige Erröten. Tja ca. 4 Jahre nach der OP bemerkte ich, dass ich in extremen Situationen wieder rot wurde, bzw. ich hörte wieder die Worte "Jetzt musst du nicht rot werden, wieso wirst du jetzt rot?.." ect. Meine schlimmste Befürchtung traf ein, die OP war umsonst. Ich kontaktierte meinen damaligen Arzt, er meinte in ca. 20-30 % der Fälle regenerieren sich die Nerven und das Erröten tritt wieder auf. Nun kommt bei mir dazu, dass ich seitdem ständig rot bin im Gesicht, was zuvor nicht so sehr der Fall war. Ich habe nun auch die Vermutung, dass ich an Rosazea leide, was zuvor auch nicht so war. Ich war sehr froh über die OP, da sie mir wirklich sehr geholfen hat, jedoch würde ich sie nun nicht mehr empfehlen, da ich von ettlichen Fällen gelesen habe, die dasselbe Problem haben wie ich. In den meisten Fällen kommt die Röte nach einigen Jahre zurück. Ich bin auch der Meinung, dass es weit mehr als 20-30%, da die Ärzte selbst noch nicht wissen, wie die Nerven sich regenerieren, oder wie die Röte ihren Weg zurückfindet. Ich schwitze nämlich immer noch sehr wenig am Kopf und an den Händen, bei mir hat sich nur das mit dem Rotwerden wiederentwickelt. Ich leide also immer noch, wenn auch weniger als zuvor, an kompensatorischem Schwitzen und habe mein Problem, welches ich lösen wollte, nun wieder. Für mich hats also im Endeffekt gar nichts gebracht, außer 4 schöne Jahre ohne rotes Gesicht :D :D

Die Entscheidung liegt natürlich bei jedem selbst, ich würde es nicht mehr machen.

Liebe Grüße :)
Ella92
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Re: Thorakoskopische Sympathektomie gegen Gesichtsrötungen

Beitragvon notnormal » Dienstag 13. Februar 2018, 09:46

Ella92 hat geschrieben:Hallo Notnormal,

Ich litt schon seit meiner Kindheit an der Gesichtsröte, das wurde so schlimm, dass sich bei mir eine Erythrophobie (Angst vor dem Rotwerden) entwickelt hat. Ich habe mich dann mit 21 dazu entschieden, eine ETS Operation durchzuführen. Die OP war ein Erfolg, ich wurde nicht mehr rot, schwitzte fast gar nicht mehr am Kopf und Händen und hatte auch sonst keine Rötungen im Gesicht, außer bei extremer Kälte bekam ich manchmal rote Backen, aber das störte mich gar nicht mehr. Was jedoch zu einem Problem wurde, war das kompensatorische Schwitzen, d.h. dadurch dass das Blut nicht mehr ins Gesicht gelangt und man an bestimmten Stellen nicht mehr schwitzt, reagiert der Körper darauf und beginnt vor allem am Körperstamm stark zu schwitzen, auch wenn es nicht sehr warm ist. Das war natürlich sehr unangenehm, aber ich lernte damit umzugehen, immer noch besser als das ständige Erröten. Tja ca. 4 Jahre nach der OP bemerkte ich, dass ich in extremen Situationen wieder rot wurde, bzw. ich hörte wieder die Worte "Jetzt musst du nicht rot werden, wieso wirst du jetzt rot?.." ect. Meine schlimmste Befürchtung traf ein, die OP war umsonst. Ich kontaktierte meinen damaligen Arzt, er meinte in ca. 20-30 % der Fälle regenerieren sich die Nerven und das Erröten tritt wieder auf. Nun kommt bei mir dazu, dass ich seitdem ständig rot bin im Gesicht, was zuvor nicht so sehr der Fall war. Ich habe nun auch die Vermutung, dass ich an Rosazea leide, was zuvor auch nicht so war. Ich war sehr froh über die OP, da sie mir wirklich sehr geholfen hat, jedoch würde ich sie nun nicht mehr empfehlen, da ich von ettlichen Fällen gelesen habe, die dasselbe Problem haben wie ich. In den meisten Fällen kommt die Röte nach einigen Jahre zurück. Ich bin auch der Meinung, dass es weit mehr als 20-30%, da die Ärzte selbst noch nicht wissen, wie die Nerven sich regenerieren, oder wie die Röte ihren Weg zurückfindet. Ich schwitze nämlich immer noch sehr wenig am Kopf und an den Händen, bei mir hat sich nur das mit dem Rotwerden wiederentwickelt. Ich leide also immer noch, wenn auch weniger als zuvor, an kompensatorischem Schwitzen und habe mein Problem, welches ich lösen wollte, nun wieder. Für mich hats also im Endeffekt gar nichts gebracht, außer 4 schöne Jahre ohne rotes Gesicht :D :D

Die Entscheidung liegt natürlich bei jedem selbst, ich würde es nicht mehr machen.

Liebe Grüße :)


Vielen Dank für den Erfahrungsbericht :)
Noch habe ich mir über die OP keine ernsthaften Gedanken gemacht, jedoch hatte sich für mich das ganze sehr vielverprechend angehört. Jetzt versuche ich die Rötungen und Flushs noch iwie so in den Griff zu bekommen, behalte jedoch die OP als letztes Mittel im Hinterkopf. Iwann muss auch ich irgendwas finden welches mein Leiden so sehr eindämmt das es für mich im Beruf und im sonstigen Leben kein wirklich großes Problem mehr darstellt.

Liebe Grüße
notnormal
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