Crinohermal fem bei Rosacea

Medikamentöse, ärztliche Behandlung (äußerlich und innerlich), auch Laserbehandlungen und Ähnliches.

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Crinohermal fem bei Rosacea

Beitragvon dieMathilda » Dienstag 14. Februar 2017, 22:35

Hallo,

ich bin neu hier und hoffe ich hab mich im Forum richtig orientiert bzw. bin bei "Medikamente und Therapien" mit meiner Anfrage an der richtigen Adresse :).

Vielleicht kurz zu meinem Problem:
Ich habe eine Rosacea-Diagnose und habe die Erkrankung - weil ich sehr auf die Trigger achte - momentan eigentlich recht gut im Griff. Leider leider habe ich jetzt auch noch einen starken Haarausfall bekommen und muss für einige Wochen das Medikament "Crinohermal fem" einnehmen. Und danach möglicherweise für immer "Regaine".

Das Lesen des Beipackzettels war für mich ein Schock! Denn Crinohermal fem sollte man nicht einnehmen bei Rosacea und auch nicht bei perioraler Dermatitis (was ich auch mal hatte und was hin und wieder kommt). Der Grund ist wohl, dass das Medikament Cortison enthält. Und dass Cortison bei Rosacea überhaupt nicht gut ist und dass sich die Symptome nach Absetzen des Medikaments womöglich verschlimmern ist überall zu lesen! Ich bin gerade wirklich ziemlich traurig und auch irgendwie resigniert. Nun habe ich mir mit dieser doofen Rosacea schon so viel Mühe gegeben und jetzt wird mir gerade ein Medikament verschrieben, was die Symptome womöglich stark verschlimmert. Und ich kann dies noch nicht mal unter der Behandlung "überprüfen", denn diese Verschlimmerung kommt erst nachträglich (d.h. nach Absetzen des Medikaments). Mein Gefühl ist, dass ich entweder bald ganz rot im Gesicht bin oder kaum noch Haare auf dem Kopf habe und beides ist für mich eine wirklich schlimme Vorstellung!

Daher meine Fragen an euch:
- Habt ihr vielleicht Erfahrungen mit der Anwendung von Chrinohermal fem bei einer Rosacea-Diagnose?
- Schadet Cortison der Gesichtshaut auch, wenn es nur auf der Kopfhaut angewendet wird? Ich würde natürlich sehr darauf achten, dass mir von der Lösung nichts ins Gesicht läuft...
- Wenn Cortison der Gesichtshaut auch schadet, wenn es nur auf der Kopfhaut angewendet wird: Wie nachhaltig sind denn die Veränderungen der Gesichtshaut, sprich: Kann es sein, dass sich die Rosacea nur für ein paar Wochen verschlechtert oder habe ich mit einer nachhaltigen Verschlechterung der Haut zu rechnen?

Und ich weiß natürlich, man das so allgemein nie sagen kann und dass ich Glück haben könnte. Dennoch möchte ich mich irgendwie auf das vorbereiten, was da passiert bzw. passieren könnte.

Wenn mir jemand antworten würde, dann wäre ich sehr dankbar! So richtig viel finde ich im Netz nicht zu diesem Thema oder aber das, was dort steht, bezieht sich eher allgemein auf Cortison bei Rosacea (also wenn man es direkt auf die betroffenen Stellen des Gesichts aufträgt). Meinen Hautarzt habe ich nochmal gefragt, er erschien mir aber eher unbedacht, was die Verschreibung des Medikaments anging (ist auch ein "Haarspezialist" und keiner für die Haut). Dass es (also das Crinohermal fem) aber nötig ist sehe ich wiederum an meinen Haaren. Andere ähnliche Medikamente enthalten wohl auch ähnliche Inhaltsstoffe. Daher kurz: Vielleicht wisst ihr ja was - ich weiß nicht so recht, was ich tun soll :(!

Mit vielen herzlichen Grüßen

Mathilda
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Re: Crinohermal fem bei Rosacea

Beitragvon Ingrid » Mittwoch 15. Februar 2017, 18:06

Hallo Mathilda,

herzlich Willkommen im Forum!

Meine Erfahrung zu Cortison als Tablette oder an anderer Stelle als im Gesicht: hat auf meine Rosazea keine negative Auswirkung. Als Asthmatiker nehme ich mehrmals im Jahr Cortison Tabletten (bei Virusinfekt). Gegen mein seborrhoisches Ekzem auf dem Kopf eine Lösung mit dem Wirkstoff Fluocinonid (Ein entzündungshemmender und antiallergischer Wirkstoff aus der Gruppe der stark wirksamen topischen Glucocorticoide); nicht ständig sondern als Intervalltherapie. Bevor hier ein Aufschrei durch das Forum hallt: wenn die ganze Kopfhaut juckt und schuppt, alles andere in jahrelangen Erprobungen nix bringt und das hilft, keine unerwünschten Nebenwirkungen zeigt, nehme ich es.

In den Beipackzetteln steht oft, dass man mit Erkrankung x das Mittel nicht nehmen soll "oder nur nach Rücksprache mit dem Arzt". Das solltest du nochmal machen. Denn einige Wochen einnehmen ist lang und da kann es durchaus zu Absetzsymptomen kommen. KANN. Jedenfalls kann ich dich - aus meiner Erfahrung - beruhigen: etwas auf der Kopfhaut lokal angewendetes wirkt sich nicht im Gesicht aus.

Gruß

Ingrid
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