Rosazea nach Ernährungsumstellung weg

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Rosazea nach Ernährungsumstellung weg

Beitragvon Anna17 » Mittwoch 1. Februar 2017, 20:06

Hallo,

ich hatte so ungefähr seit ich 30 war die meiste Zeit über Rosazea - heute bin ich 50. Drei Mal gab es jeweils ein paar Monate Pause, ein Mal nach einem 5-wöchigen sehr entspannten Urlaub, ein Mal als ich frisch glücklich verliebt war, ein Mal als ich wegen einer Borreliose (Wanderröte) drei Wochen Antibiotika (Doxycyclin) eingenommen hatte.

Seit fast drei Jahren ist die Rosazea nun annähernd symptomfrei, und zwar vermutlich aufgrund der Dinge, die ich ab diesem Zeitpunkt wegen einer anderen Autoimmunerkrankung unternommen habe:

1. Stressreduktion, Psyche (u.a. viel Schlaf, viel Bewegung, viel Sonne/frische Luft (ohne Cremes))

2. Entzündungshemmende Ernährung

- Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 geändert, d.h. nicht nur mehr Omega-3-haltige Lebensmittel, sondern auch weniger Omega-6-haltige. Meine Ernährung sieht nun in etwa so aus:

- an Fetten fast nur Kokosfett, Olivenöl, Leinöl, Hanföl (in dieser Reihenfolge, und alle schonend gepresst, Leinöl auf jeden Fall täglich), d.h. auch keine Margarine, kein Sonnenblumenöl, kein Rapsöl, kein Palmfett, keine tierischen Fette (außer im Fisch)
- fast keine Milchprodukte
- fast kein Zucker außer in Form von Obst
- fast keine Eier/Fleisch, und wenn dann aus Weidehaltung
- sehr viel Gemüse aller Art, besonders viel Kräuter, Petersilie, Grünkohl, Kohl, Rote Beete, Postelein
- viel Hafer, Dinkel, Buchweizen (wenig Omega6), Kartoffeln (kein Omega 6)
- viel Kurkuma (mit schwarzem Pfeffer und in Öl zur besseren Aufnahme), oft Ingwer, Knoblauch, Sesam
- öfters Soja/Linsen, ab und zu Fisch (Hering, Lachs, Sardinen, Makrele)

3. Vitamine ect. (unbedingt vor der ersten Einnahme und immer mal wieder Blutwerte kontrollieren): Selen, Fischöl, D, B12, ab und zu C/C plus Zink

Ich kann nun natürlich nicht sagen, welche dieser Maßnahmen die wichtigste ist, aber die Gesamtwirkung des Pakets begeistert mich noch immer. Vielleicht inspiriert und nutzt es ja der einen oder dem anderen…

Zusatzinfos zur Vorgeschichte: Die "härteren" Sachen, die mir die verschiedensten HautärztInnen im Laufe der Zeit empfohlen haben, wie Metrogel, Metrocreme, Aknegel, Dauerantibiothika, Ichthyol, habe ich wegen Nichtwirken und/oder Nebenwirkungen meist bald wieder abgesetzt. Milchprodukte habe ich schon länger gemieden, weil die sich schon länger negativ auf die Rosazea ausgewirkt hatten. Zuletzt hatte eine Schwefelcreme, die ich vom Stuttgarter Hautklinikum verschrieben bekommen hatte, etwas geholfen. Täglich 1-2 Teelöffel Hanföl hatte ich auch mal ohne Wirkung ausprobiert.
Anna17
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